Sa. 25.04.09 : SUBOTRON electric MEETING : Play-Grounds: Eine architektonische Game-Perspektive

Samstag 25.April 09, 19:00
Veranstaltungsreihe zur Theorie von Computerspielen 2009
im Museumsquartier / quartier 21 / Raum D, 1070 Wien
Die Vorträge finden im Raum D, dem Veranstaltungsraum des Quartiers für Digitale Kultur (QDK) am Ende der Electric Avenue statt.
Eintritt frei !
PLAY-GROUNDS : EINE ARCHITEKTONISCHE GAME-PERSPEKTIVE
Dr. Steffen P. Walz (ETH Zürich)
Gleichgültig, ob wir an ein Brettspiel denken, an einen sportlichen Stadionwettkampf, an ein Videospiel, an spielerisches soziales Netzwerken im World Wide Web oder an ein ortsbasiertes mobiles Spiel: Ludische Aktivitäten sind räumlich, nehmen Raum ein, finden in Räumen oder mit Hilfe von Räumen statt.
In diesem Vortrag diskutieren wir episodisch-kritisch eine Reihe von “Spiel-Gründen”. Dabei handelt es sich um historisch persistente Spielräume wie den Körper, das Brett, die Höhle, Labyrinth & Irrgarten, den Spielplatz, den Kindergarten, das Theater, den Campus oder die Stadt. Diese räumlichen Episoden werden mit Hilfe eines Analyse- und Designsystems vorgestellt, welches Play und Games sowohl aus einer architektonischen wie auch aus einer Gamedesign-Perspektive betrachtet. Während des Vortrages verbinden wir diese exemplarischen Spiel-Gründe konzeptionell miteinander und regen dadurch einen räumlich-spielerischen Diskurs an. Im Rahmen des Vortrages werden zudem Game-Projekte vorgestellt, die während vier Jahren am Departement Architektur der ETH Zürich entstanden sind.
portfolio
Dr. DI Oliver Schürer (Architekturtheorie, TU Wien)
Partizipative Performanz, Architektur als Spiel ohne Scores
“Es ist kein Obdach erforderlich, weil die klimatischen Bedingungen und der Wärmehaushalt des Körpers so verändert worden sind, dass vollständiges Wohlbehagen garantiert ist. Höchstens können wir Obdachmachen spielen oder lieber noch Zuhausesein spielen, Architektur spielen.”
Cristiano di Francia, Supersurface & other Stories, in: Global Tools; Design im Zeitalter der Intensivstation.
In den Konzepten der Avantgarde der 1960er Jahre ist Spiel ein Gegenkonzept zur Mechanisierung gesellschaftlicher Vorgänge: Eine Menschheit, so von produktiver Arbeit befreit, würde sich kreativ und spielerisch nur mehr der Gestaltung ihres Environments hingeben. Der Homo Sapiens, der vernunftbegabte Mensch, würde sich zum Homo Ludens, dem spielenden Menschen, weiterentwickeln.
Kurzbiographien
DR. STEFFEN P. WALZ
Steffen P. Walz is a consultant and conceptual designer for cross-media and interactive entertainment products and prototypes. Walz earned his M.A. degree in cultural anthropology, rhetoric, and political science at the University of Tübingen, Germany. He is a research associate with the ETH Zurich’s CAAD group and a fellow of the ACTlab at the University of Texas at Austin, USA. Recently, he has completed his doctoral degree in CAAD from the ETH Zurich.
Walz is co-editor of “Space Time Play. Computer Games, Architecture and Urbanism: The Next Level”, published by Birkhäuser/Springer in 2007 and according to German newspaper Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung “one of the books of the year”. He is a Forum Nokia Champion as well as co-founder of the B.A. Game Design study program at the Zurich University for the Arts (ZHdK), and a price winner of the International Bauhaus Award 2002 for his pioneering serious pervasive game “M.A.D. Countdown”.
He lectures about, heads workshops, and publishes on topics such as serious & pervasive game design, the relationship of space-time & games, convergent entertainment, the history of entertainment architecture, media rhetoric, as well as surveillance & games. Since 2000, his firm playbe has been consulting for design agencies (e.g. Pixelpark, 21Torr), Fortune 500 enterprises, and institutions concerning convergent and cross media entertainment concepts, and business endeavours. With his other company, playbe records, and under the pseudonym ‘Steffen Strom’, Walz has been experimenting with alternative music distribution games, landing a massive Internet hit in Germany in the summer of 2005. Before his entry into the IT realm, Walz used to serve as a TV format developer, producer, and a satire journalist for major TV stations such as PRO7, arte, and RBB (then: ORB).
Dr. DI OLIVER SCHÜRER
Oliver Schürer Dr, DI: Kurator, freier Autor, Redakteur, Assistent am Fachbereich Architekturtheorie, Institut für Architekturwissenschaften der TU Wien. Zahlreiche Publikationen im In- und Ausland mit Fokus auf digitale Technologie und Ökonomie im Kontext von Architektur. Gemeinsam mit Gernot Tscherteu gründete er 2005 die ‘Media Architecture Group’ mit dem Ziel die Entwicklung von Medienfassaden als neues urbanes Massenmedium mitzugestalten. Seit 2006 ist er Visiting Researcher am Lehrstuhl CAAD an der ETH Zürich. Dort gründete er gemeinsam mit Georg Vrachliotis 2007 den Forschungsschwerpunkt Techniktheorie der Architektur. Sein momentanes Forschungsthema: ‚Die Kybernetisierung der Architektur’.
Die Veranstaltungsreihe wird durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und die Bundesstelle für die Positivprädikarisierung von Computer- und Konsolenspielen (BUPP) gefördert.





Category: LECTURES
Tags: architecture, design, lecture, theorie, theory, vortrag